Der moderene Indiana Jones

Für Harrison Ford wäre es in den Filmen der Indiana Jones Reihe auch einfacher gewesen, wenn ihm eine App den Weg gewiesen hätte. Und dennoch kann auch dieser Weg weit und manchmal steinig sein. Einer der das gerade erfährt ist Daniel Pflieger. Der Unternehmer und leidenschaftliche Geocacher hat es sich zum Ziel gemacht, quer durch Deutschland zu radeln und dabei Schätze zu finden. Ganz selbstlos ist das nicht, Pflieger hat eine eigene Geocaching-Agentur, für die er während seiner Tour Werbung macht. Er ist der erste Geocacher, der die Republik auf dem Rad durchquert. Insgesamt will er 2500 Kilometer zurücklegen und dabei 16 Länder und ihre Hauptstädte besuchen. In jeder Stadt wartet ein Cache in Form eines Logbuches auf ihn und ein weiterer am Ende seiner Reise. Und zusätzlich muss vor jedem Eintrag noch ein Rätsel gelöst werden.

Auch für einen guten Zweck

Pflieger radelt überall dort wo er sicher und schnell vorankommt. Übernachtet wird, wenn es möglich ist, im Zelt, wie es sich für einen richtigen Schatzsucher gehört – da hat sich nichts geändert. Pro Tag will er 110 Kilometer zurücklegen, bis zu 50 Kilometer am Stück will er im Sattel sitzen. Um das Ganze nicht ganz eigennützig zu machen, gibt es auch eine damit verbundene Wohltätigkeitsaktion. Für jeden gefahrenen Kilometer können Fans und Freunde 50 Cent an die Aktion 100plus spenden, die sich um Frauen kümmert, die ungewollt schwanger geworden sind.

Ein klein wenig echtes Abenteuer hat Pflieger aber schon absolviert: er hat schon im brasilianischen Dschungel nach einem Geocaching-Schatz gesucht und ihn auch gefunden. Ganz so schwierig dürfte es in den deutschen Bundesländern nicht werden. Meistens geht es aber nicht so sehr um den Schwierigkeitsgrad, sondern um da Spaß den man dabei hat und was man auf dem Weg lernt. Denn dadurch, dass die Schätze oft an ungewöhnlichen Orten sind, lernt man auch neue Gegenden kennen. Mit dem Rad kann Pflieger da auch einfacher hinkommen.

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