Geocaching an manchen Orten bereits verboten

Im Waldgebiet der Bürgergemeinde Bischofszell, die sich im Thurgau befindet, wurde letztes Jahr ein Verbot für Geocaching ausgesprochen. Waldpräsident Walter Bollier begründet dies damit, dass sich die Cacher oft sehr rücksichtslos in der Natur bewegen, die Ruhe der Tiere stören und Wald und Vogelnester niedertrampeln.

Daher setzen sich immer mehr Naturschützer dafür ein, Geocaching in bestimmten Zonen komplett zu verbieten. Bollier gibt zu, dass es sehr schwierig sei, ein derartiges Verbot durchzusetzen. Er selber werde allerdings eigenhändig im Wald jeden Schatz ausgraben und vernichten.

Der Waldpräsident plädiert dafür, dass der Wald als natürlicher Lebensraum für Pflanzen und Wildtiere erhalten bleibt. Es gibt viele Förster, für die Geocaching ein Problem darstellt. Ein Verbot wurde bisher allerdings erst in einer Gemeinde – nämlich der Bürgergemeinde Bischofszell – ausgesprochen.

An anderen Orten vertraut man auf ein anständiges Benehmen der Geocacher und hofft, dass diese sich an bestimmte Regeln halten. Wichtig ist den meisten allerdings, dass die Schatzsucher auf den Wegen bleiben und auf Touren während der Nacht, sogenannte Nightcaches, verzichten.

Das Hauptproblem ist meist, dass sich Geocacher eben nicht nach den Verhaltensregeln richten und Caches auch in Dickichten oder Jungwaldflächen verstecken, die einem besonderen Schutz unterliegen.

Ein riesiges Problem stellen die Caches in der Nähe von Vogelbrutplätzen dar. Im deutschen Bundesland Hessen wurden bei 66 von 229 Brutplätzen von Uhus in direkter Umgebung oder in wenigen Einzelfällen sogar direkt am Brutplatz Geocaches gefunden. Daher kontrollieren mittlerweile vielerorts Naturschützer die Geochaching-Plattformen. Sie suchen sie nach Einträgen ab, die problematisch sein könnten.

Auch in anderen Ländern gibt es bereits Geocaching-Verbote. Seit letztem Jahr gibt es in Deutschland bereits einige Geocaching-Verbote, so beispielsweise im baden-württembergischen Weinstadt. Bereits im Jahr 2011 wurde in einem Naturschutzgebiet im Sauerland die Schatzsuche per GPS verboten. Auch in der Stadt Braunschweig wird schon seit geraumer Zeit über ein Geochaching-Verbot in einem Naturschutzgebiet diskutiert.

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