Wenn Caches für Bomben gehalten werden

Immer wieder kommt es vor, dass Geocaches, die vermeintlich originell getarnt sind, oder das „verdächtige“ Verhalten der Schatzsucher zu Einsätzen der Polizei führt.

So kam es auch im deutschen Hofheim vor, dass die Polizei ausrücken musste, weil Zeugen verdächtige Personen bei einem Baum gesehen hatten. Gemäß diesen Zeugen hatten sich die Personen sonderbar verhalten und waren danach auffallend zügig verschwunden.

Die Zeugen machten sich dann selbst auf zu dem Baum und fanden zwei mit Draht verbundene Kunststoffröhren. Sie verständigten daraufhin die Polizei, die mit dem Kampfmittelräumdienst ausrückte, weil man den Verdacht hattte, es könnte sich um eine Sprengvorrichtung handeln.

Erst nachdem der Kampfmittelräumdienst die Röhren gesprengt hatte, wurden sie mit einem Röntgengerät durchleuchtet und als Geocache identifiziert.

Insgesamt waren an diesem Einsatz fünf Streifenwagen, der Kampfmittelräumdienst, ein Rettungswagen und ein Löschzug der Feuerwehr beteiligt. Eine angrenzende Landstraße wurde dafür für gut zweieinhalb Stunden gesperrt. Die Polizei hat gegen die Geocacher ermittelt.

Einen ähnlichen Fall gab es in der österreichischen Stadt Graz. Dort beobachteten zwei Personen, wie von einem Unbekannten ein rund 15 Zentimeter langes Plasikröhrchen unter einer Metallstiege in der Nähe des Hauptbahnhofs deponiert wurde. Das Röhrchen war mit einem grauen Klebeband über einem grünen Schraubverschluss umwickelt. Gemäß den Zeugen hatte sich der Mann, der das Röhrchen positioniert hatte, daraufhin ruhigen Schrittes entfernt.

Die Zeugen holten den verdächtigen Gegenstand aus seinem Versteck hervor und brachten ihn zur nahegelegenen Polizeiinspektion.

Da die dortigen Polizisten den Verdacht hatten, das Röhrchen könnte eine Rohrbombe sein, forderten sie einen Sprengstoffspürhund und Experten des Entschärfungsdienstes an. Erst bei der näheren Untersuchung konnte dann festgestellt werden, dass es sich um ein Geocache handelte, weil man darin Logbuch, Magnet und Stift fand.

Die Polizei forderte daraufhin die Geocacher auf, ihre Schätze nicht an Orten zu verstecken, die von der Öffentlichkeit gut wahrnehmbar sind oder stark frequentiert werden.

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