Wenn der Geocaching-Spaß zum Problem wird

Wie alles andere auch, hat auch Geocaching seine Schattenseiten. In den vergangenen Jahren wurde von vielen Fällen berichtet, in denen Geocacher zum Problem wurden oder wo sich Geocacher in Gefahr begeben haben.

Wer in Jagdrevieren seine Caches sucht, kann unter Umständen die Jagd gefährden oder auch sich selbst in Gefahr bringen. Die grösste Gefahr besteht in der Dämmerung oder bei Dunkelheit, wenn der Geocacher mit Wild verwechselt werden könnte. Jäger und Jagdaufseher kritisieren daher Nightcaches.

Immer wieder werden Caches in gefährlichen Positionen versteckt, die ebenfalls ein grosses Sicherheitsrisiko für die Schatzsucher darstellen. Besonders in Bunkern, Höhlen, Bergwerkstollen oder Steilwänden liegt häufig ein großes Gefährdungspotential oder wird die Gefahr nicht immer richtig eingeschätzt. Im Jahr 2011 ist beispielsweise ein Geocacher, der bereits über viel Erfahrung verfügte, tödlich verunglückt, als er versuchte einen Cache zu bergen, der an einer Fernwärmeleitung, die wiederum an einer Brücke angebracht war, zu bergen.

Es kam auch schon einige Male vor, dass Caches von Unbeteiligten für eine Bedrohung gehalten wurden, hinter der sie einen terroristischen Hintergrund vermuteten. So wurden schon Strassen und Schleusen und sogar Autobahnen aufgrund eines Bombenverdachts gesperrt, der durch einen verkannten Geocache ausgelöst wurde. Auch Sprengungen von Geocaches wurden aus dem gleichen Grund bereits durchgeführt.

Aber nicht nur das, auch die Geocacher selbst können Passanten verdächtig vorkommen, wenn sie den Cache betont unauffällig suchen, finden und erneut verstecken. So gab es bereits einen Polizeieinsatz, weil die Polizei von einem vermeintlichen Drogenversteck ausging.

Auch sogenannte Powertrails sind nicht ganz unproblematisch. Bei dieser Art der Schnitzeljagd werden sehr viele Caches innerhalb von sehr kurzen Abständen ausgelegt. Diese führen zum Teil zu Massenanstürmen von Cachern, weil diese möglichst viele Funde in der kürzestmöglichen Zeit verbuchen möchten. Nicht selten sind dadurch deutlich sichtbare Schäden in der Natur entstanden.

In regelmässigen Veranstaltungen wird versucht, Geocachern die Naturschutzproblematik näher zu bringen.

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